Supply-Chain-Planung für den Serienfertiger im Maschinen-, Geräte- & Komponentenbau

Die Lösung basiert auf SCM APO und bietet Ihnen eine optimierte Produktionsplanung und Fertigungssteuerung. Die Lösung hat zum Ziel, Ihre Fertigungsprozesse effizient zu gestalten, dabei Ihre Kapazitäten optimal auszuschöpfen, Lagerbestände zu vermeiden und orientiert sich überwiegend an den Anforderungen von Serienfertigern im Maschinen-, Geräte- & Komponentenbau.


Drehimpulse für den Wirtschaftsmotor par excellence

Seit jeher ist der Maschinen-, Geräte- und Komponentenbau ein Garant für technischen Fortschritt und sind damit der Wirtschaftsmotor par excellence als ein Kern- und strategischer Schlüsselfaktor der Fertigungsindustrie.

Die innovativen Produkte haben den marktgetriebenen Trends wie z.B. Standardisierung, Modularisierung, Platt­formstrategien und „Downsizing“ zu folgen. Gleichzeitig unterliegen diese breitgefächerten Produkte mit ihren oft komplexen und tiefen Strukturen meist einer variantenrei­chen (häufig auch mit Variantenkonfiguration in SAP) und/oder kundenauftragsbezogene Fertigung, typisch sind komplexe Fertigungsprozesse mit umfangreichen Arbeits­plänen und oftmals langen Durchlaufzeiten. Um trotz zu­nehmenden globalen Wettbewerbs die „Drehzahlen“ wei­ter zu erhöhen, müssen Maschinen-, Geräte- und Kompo­nentenbauer ihre Geschäftsprozesse reibungslos mitei­nander verzahnen. Die erfolgreichen Unternehmen haben etwas gemeinsam: sie verstehen es, Prozesse zu straffen, Durchlaufzeiten zu verkürzen, Produktionsressourcen optimal zu belasten (oftmals auch Rüstoptimierung im Einsatz) und Überlasten frühzeitig zu erkennen um recht­zeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen damit sie schneller, effektiver und effizienter im globalen logistischen Netzwerk agieren können als deren Mitbewerber. Die erforderlichen Produktionsprozesse wandeln sich hin zu Fließfertigung und synchroner Produktion bei gleichzeitiger Einführung von dezentralen Arbeitsformen im internationalen Umfeld.

Mittels SAP SCM APO und den CONSILIO Template Funkti­onen für (Klein-)Serienfertiger stehen für die typischen Anforderungen des Maschinen-, Geräte- und Komponen­tenbaus umfangreiche Lösungen zur Verfügung um noch mehr „Drehimpulse“ zu geben. Die Erzeugung machbarer Produktionspläne unter Berücksichtigung verfügbarer Kapazitäten, Materialien und anderer Ressourcen wie Fertigungshilfsmittel steht darin im Vordergrund. Die Kan­nibalisierung von bereits bestätigten Kundenaufträgen durch Einplanung von kurzfristig auftretenden Aufträgen und Ersatzteilaufträgen wird verhindert. Das frühzeitige Erkennen von Ausnahmesituation z.B. zu Terminverlet­zungen, Fehlteilen, Kapazitätsüberlasten und Möglichkeit darauf zu reagieren ist eine mitgelieferte essentielle Un­terstützung für das Tagesgeschäft der Produktion. Sowohl die Priorisierung und Umterminierung von Aufträgen als auch die Berücksichtigung und Reduzierung von Puffern in Aufträgen (Fertigungsaufträgen und Netzplänen) zur Vermeidung von Um- oder Neuplanungen bei geringen Termin- und Mengenabweichungen kann aktiviert werden. Der Produktivitätsgewinn nicht nur durch maschinen- und anlagenabhängige Rüstzeitoptimierung sondern auch durch die Einplanung von Aufträgen auf alternativen Anla­gen und Maschinen wird ermöglicht.

Was kann ein ERP System leisten?

ERP Systeme (Enterprise Ressource Planning System) z.B. SAP ERP arbeiten mit dem klassischen Ansatz MRP (Material Ressource Planning) aus den 70iger und 80iger Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Der Kern dieser Planung ist die Sukzessivplanung also eine schrittweise Planung. Einflüsse aus späteren Planungsschritten wer­den nicht berücksichtigt.

Im Rahmen der Programmplanung werden Kundenbedarfe und Planprimärbedarfe zum Produktionsprogramm zusammengestellt. Planprimärbedarf können hierbei z.B. aufgrund einer Prognose aus Vergangenheitsbedarfe im Rahmen der Absatzplanung gebildet werden.

Im Rahmen des MRP Lauf im ERP findet nun die Mengenplanung unter Berücksichtigung von Losgrößen und Lagerbeständen statt. Im Rahmen des MRP werden Be­schaffungselemente für Eigenfertigung und Fremdbe­schaffung angelegt. Bei Eigenfertigung kann die Durchlaufterminierung über Vorgabewerte in Arbeitsplänen vollzogen werden. Die Komponentenverfügbarkeit wird mehrstufig für Baugruppen und fremdbeschaffte Kompo­nenten gegen Bestand und vorhandenen Zugangsele­mente geprüft. 


Warum sind in der Regel die Planungsfunktionalitäten im ERP nicht ausreichend?

Die Folge der MRP Planung ist  jedoch ein unrealistischer und nicht machbarer Plan. Die Hauptgründe hierfür sind:

è  Rückwärtsterminierung und Verletzung der heute Linie

Bereits während MRP Planungslauf können Verfügbarkeiten verletzt werden. In der Regel wird mit Rückwärts­terminierung gearbeitet, dass zur Folge hat das bei kurz­fristigen Bedarfen die Wiederbeschaffungszeiten von Komponenten nicht eingehalten werden können. Jedoch versuchen die Produktionsaufträge weiterhin den Bedarfstermin zu decken, obwohl benötiget Komponenten zur Fertigung nicht mehr rechtzeitig beschafft werden können. Der Disponent muss im ERP diese Situation manuell korrigieren.

è  Durchlaufterminierung ohne Kapazitätsprüfung

Innerhalb der Durchlaufterminierung wurde nicht gegen Ressourcen geprüft. Im Rahmen der Kapazitätsplanung wird nun gegen die tatsächliche Auslastung der Maschi­nen geprüft. Gleichzeitig muss der Planer jedoch sicher­stellen, dass die Verfügbarkeit der Komponenten zum benötigten Vorgang ist, da es ansonsten zu teuren Fehl­teilen in der Produktion kommt.

Ist keine ausreichende Kapazität an den Arbeitsplätzen vorhanden, kann manuell auf alternative Arbeitsplätze umgeplant werden. Hierbei muss der Planer die Reihenfolgen der Arbeitsvorgänge zur rüstoptimalen Einplanung beachten.

Aufgrund der komplexen Kriterien ist die Einplanung mit sehr hohem Aufwand verbunden.

Die CONSILIO Lösung basiert auf der SCM APO Software der SAP AG ergänzt durch große Projekterfahrung in einer Vielzahl von APO-Implementierung/-Optimierungen im Produktionsumfeld. Sie bietet Lösungsansätze zu den folgenden Problemstellungen Ihres Unternehmens:

  • Oberstes Ziel ist es, dass Liefertermine eingehalten werden. Einmal zum Kunden bestätigte Termine sind zu halten (hohe Due Date Performance).
  • Keine Kannibalisierung von bereits bestätigten Kun­denaufträgen durch Einplanung von kurzfristig auf­tretenden Kundenaufträgen.
  • Der Produktionsplan muss machbar sein, d.h. Auf­träge sollen so gebildet werden, dass Materialverfüg­barkeit und Kapazitätsrestriktionen gleichzeitig be­rücksichtigt werden, um Ressourcenüberlastungen oder eine Einplanung von Fertigungsaufträgen ohne Materialverfügbarkeit zu vermeiden.
  • Vermeidung zeitintensiver und aufwendiger  Ermitt­lung von Termin-/Kapazitätsverletzung und von Fehl­teilen in einer mehrstufigen Auftragsstruktur.
  • Reduzierung des hohen Zeitaufwands, um überlas­tete Kapazitäten zu glätten.
  • Verringerung der Durchlaufzeiten durch zu hohe Rüstzeiten.
  • Einplanung von Aufträgen auf alternativen Anlagen und Maschinen.
  • Vermeidung von zu hohen Lagerbeständen durch rechtzeitige Beschaffung der richtigen Komponenten.
  • Der Produktionsplan muss im kurzfristigen Bereich eine hohe Stabilität aufweisen, d.h. tägliche Umtermi­nierungen stören den Produktionsprozess (Fixieren des Produktionsplans).
  • Übersichtliche Oberflächen für den Planer und Ferti­gungssteuerer, um im Tagesgeschäft und Ausnahme­situation effektiv und effizient zu bearbeiten.


Bestandsteile der CONSILIO Lösung zur optimierten Produktionsplanung

  • Vordefinierte Einstellungen zu Stammdaten im ERP und SCM APO.
  • Vordefinierte Schnittstelle zwischen ERP und SCM APO und Integrationsmodelle.
  • Vordefinierte Benutzer- und Planungsprofile.
  • Vordefiniertes Customizing für den Produktions­planungslauf.
  • Angepasste SCM APO Heurstiken wie MRP Heuristik, finite Bottom-up-Heuristik, finite Top-Down-Heuristik, Rückstandsauflösung, Fixierungsheuristik.
  • BAdI-Implementierungen zur funktionalen Erweite­rung von SAP Standard Heuristiken wie Beschaf­fungsheuristik, Bottom-up-Heuristik, finite Top-Down-Heuristik.
  • Vordefiniertes Customizing von Planungsheuristiken (Beschaffungs- und Service-Heuristiken)
  • Vordefinierte Einstellungen der Feinplanungstafel zur Auswertung von Ressourcenauslastungen
  • Vordefinierte grafische Auswertung von mehrstufigen Auftragsstrukturen.
  • Vordefinierter Fehlteilmonitor über alle Dispostufen hinweg mit konsistenten Ausnahmemeldungen (Alerts).


Kriterien für den Einsatz der Lösung:

 

Die Lösung passt für Sie genau, wenn auf Ihr Unterneh­men mehrere oder alle der folgenden Kriterien zutreffen:

  • ähnliche Erzeugnisse desselben Grundtyps,
  • begrenzte Zahl (Serie) gleichartiger Produkte,
  • variantenreiche (Klein-)Serienproduktion,
  • im Allgemeinen gleicher Fertigungsablauf für alle Varianten,
  • Bildung von Fertigungslosen,
  • meist Auftragsproduktion standardisierter Erzeug­nisse und
  • Umrüstzeiten und -kosten haben eine hohe Bedeutung.


Erreichte Ziele durch die CONSILIO Lösung:

  • Erzeugung eines machbaren und robusten Produkti­onsplans ohne Kannibalisierung und Klauproblematik unter Berücksichtigung von sowohl Kapazitäts- und Materialverfügbarkeiten als auch technischer Restrik­tionen und betriebswirtschaftlicher Kriterien.
  • Erhöhung der Termintreue durch rechtzeitigen Start von Beschaffung und Produktion und frühzeitige Be­nachrichtigung der Planer oder Disponenten bei Aus­nahmen.
  • Steigerung der Produktivität durch Rüstoptimierung und Optimierung der Anlagenauslastung durch Redu­zierung von Übergangszeiten und
  • Automatische-/manuelle Umplanung von Aufträgen bei Ressourcenüberlastung.
  • Reduzierung von Durchlaufzeiten durch einen kom­pakten Produktionsplan.
  • Senkung von Beständen über alle Dispositionsstufen hinweg im Umlauf und Zwischenlagern durch zeitge­rechte Einplanung.

  • Erhöhung der Transparenz durch durchgängige und übergreifende Prozesse.
  • Vermeidung von manuellen Eingabefehlern durch konsistente Stammdaten.


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