Produktkostenkalkulation (CO-PC) und Event based costing

Effiziente Produktkostenkalkulation in SAP

Für jedes Unternehmen spielen die Produktions- und Beschaffungskosten von Produkten eine zentrale Rolle, sei es für eine korrekte und prüfungssichere Bestandsbewertung oder für die Ermittlung von Margen und Umsatzrenditen. Zudem ermöglicht die Produktkostenplanung eine Bewertung von Produktions- und Kundenaufträgen in Plan und Ist, sowie für zukünftige Aufträge bei LTP Prozessen. Im Rahmen der Kostenträgerrechnung (KTR) stellt sie die Grundlage für die Ermittlung von Soll- und Ist Abweichungen in der Produktion sowie der Ermittlung des WiP (Work in progress) bzw. des PoC (percentage of completion) für IFRS Bewertungen dar.

Funktionen der Produktkostenkalkulation

  • Ermittlung von Produktkosten für ein- und mehrstufige Produktionsprozesse
  • Ermittlung von Standardpreisen für die steuerrechtliche Bestandsbewertung
  • Geschichtete Kostenstrukturen für die Abweichungsermittlung und Ergebnisrechnung
  • Separate Kalkulationen für Inventurpreise, Transferpreise oder Simulationen
  • Kalkulation in der Serienproduktion mit Produktkostensammlern
  • Werks- und Landesübergreifende Kalkulationen, Kuppelproduktionen und Subcontracing
  • Kundenauftragskalkulation von Make-to-order Aufträgen oder Vorkalkulation von Make-to-stock Aufträgen
  • Kalkulation von Prozesskosten mit Templates (ABC Costing)
  • Kalkulation von Herstellkosten und / oder Selbstkosten (mit additiven Kosten)

Funktionen der Kostenträgerrechnung

Im Rahmen des Monatsabschlusses werden die Funktionalitäten der Kostenträgerrechnung durchgeführt. Während des Monats stehen bestimmte Kennzahlen (wie WiP und Varianzen) noch nicht zur Verfügung:

  • Ermittlung von Soll- und Ist Abweichungen der Produktionsaufträge (Prozessaufträge, Produktkostensammler, Kundenaufträge) im Rahmen des Monatsabschlusses
  • Ermittlung und Buchung von WiP (Work in Progress) und PoC (percentage of completion)
  • Abrechnung der Aufträge und Verbuchung der Abweichungen geschichtet nach Abweichungskategorien
  • Verrechnung von Leistungen der Produktionskostenstellen und Overheadkosten

Das Event-based Costing ist eine hochinteressante Entwicklung für das Produktkostencontrolling in Unternehmen mit einer großen Anzahl von Produktionsaufträgen. WiP und Varianzen können bereits im laufenden Monat gemonitort und analysiert werden, um den Monatsabschluss zu beschleunigen und Fehler zeitnah beheben zu können. Wir unterstützen Sie gerne bei der Einführung der Produktkostenkalkulation in SAP.

Ivo Konecny, Partner CONSILIO GmbH

Event based product costing in S/4HANA

Aufgrund der engen Verzahnung der Buchungen in S/4HANA in der Tabelle ACDOCA („Single Source of Truth“) und der zwingenden Verwendung des Material Ledger muss nun nicht mehr auf den Monatsabschluss gewartet werden, um bestimmte Kennzahlen wie Varianzen oder WiP als sogenannte „Event Based Cost“ ermitteln zu können. Basierend auf den Materialbewegungen und

Rückmeldungen in der Produktion (Goods issues, Goods receipts etc.) können Buchungen erzeugt und ausgewertet werden. Somit können bereits untermonatliche Fehler oder Ungereimtheiten ausgewertet und bearbeitet werden, um den Monatsabschluss zu beschleunigen. Für die Durchführung und Auswertung stehen FIORI Apps zur Verfügung.

  • Event based WiP
  • Event based variances
  • Target cost „on-the-fly“

Derzeit steht diese Funktionalität für Produktionsaufträge im Rahmen von Make-to-order (MTO) oder Make-to-stock (MTS) Prozessen auf Basis der Produktkostenplanung zur Verfügung.

Ein Ledger spezifischer Prozess und das Abbilden der Event-based-variances in der Kuppelproduktion („joint production“) ist in der Entwicklung.

Monatsabschlüsse beschleunigen &
Fehler frühzeitig beheben!

Zögern Sie nicht länger. Wir unterstützen Sie gerne.

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