Der etablierte Energiemarktdienstleister COUNT+CARE mit Sitz in Darmstadt, verfügt nicht nur über fundiertes Know-how in den Bereichen Zählen, Messen und Abrechnen für die Energiewirtschaft, sondern auch über ein tiefes Verständnis für IT-Prozesse. Mit ausgewiesener Expertise begleitet das Unternehmen seine Kunden bei ihren individuellen IT- und Digitalisierungsprojekten. Dabei decken die Darmstädter die komplette Klaviatur der energiewirtschaftlichen Dienstleistungen im Bereich Managed Services ab. In einem dynamischen Marktumfeld, das durch Wandel, Chancen und Herausforderungen geprägt ist, steht COUNT+CARE, für zukunftsorientierte, modulare Serviceangebote, die sie ihren Kunden individuell, flexibel und aus einer Hand bieten.
Dem eigenen Anspruch stand ein in die Jahre gekommenes SPA ECC 6.0 EHP 8.0 entgegen, dass wenig Flexibilität und Innovationsfähigkeit bot und dessen Wartungsende 2028 erreicht worden wäre. Aus diesem Grund sollte auf S/4HANA gewechselt werden. Darüber hinaus soll das System die Basis zukünftiger Innovationsthemen bilden. Ein zentrales Einführungsziel war der schnelle und schlanke Übergang auf S/4HANA basierend auf einer Brownfield-Conversion (Migration des bestehenden Systems) und Implementierung der „Low-Hanging-Fruits“ (einfache Verbesserungen). Weiterhin sollten ECC-Prozesse, welche unter S/4HANA entfallen wären, mit S/4HANA-Standardmitteln abgebildet werden. Da auch EWM als vollständig neues Modul implementiert werden sollte, ergab sich ein „Quasi-hybrid Ansatz“ (Mix aus Brownfield und Greenfield-Elementen). Darüber hinaus sollten einige neue Prozesse, wie die Leihgut-Abrechnung (z. B. Gasflaschen, Paletten) oder verschiedene Anpassungen im Customer Service und Finance etabliert werden. Vor allem die naturgemäße Abbildung jeder Transformatorenstation, jedes Strommastes und jeder Anlage des Versorgungsnetzes im Anlagevermögen des Finance-Bereiches bot eine große Herausforderung. Dies waren sowohl technische als auch regulatorische Aspekte, welche bei der Implementierung berücksichtigt und häufig frühzeitig mit Wirtschaftsprüfern abgestimmt werden mussten.
Mit ihrer Expertise konzentrieren sich die Münchener vor allem auf die Branchen Automobil-, Prozess- und MILL-Industrie, Aerospace & Defense, den Maschinen- und Anlagenbau und die Dienstleistungsbranche. Außerdem erfüllt CONSILIO mit verschiedenen Zertifizierungen die höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards.
Ausschlaggebend dafür, dass COUNT+CARE CONSILIO als Partner wählte, war die klare Methodik der Münchener SAP-Spezialisten. Sie verwenden für ihre Projekte eine modifizierte Version von SAP Activate, die sie durch den Zusatz „tailored by CONSILIO“ kennzeichnen. Diese SAP-Activate-Modifikation ermöglichte es, dass beim Umstieg auf S/4HANA nur drei Probe-Conversions nötig waren: Sandbox, Entwicklung, Qualitätssicherung – dann kam bereits der Go-Live. Andere Anbieter empfahlen bis zu fünf, was das Projekt nicht nur teurer, sondern den Abschluss des Projekts auch verzögert hätte.
Diese Methodik erlaubte es auch, dass sich COUNT+CARE und CONSILIO bei der Projektrealisierung auf eine Art „Hybrid-Modell“ einigen konnten: Remote-Arbeit mit Vor-Ort-Anwesenheit bei Bedarf, hohe Flexibilität sowie Erreichbarkeit und dadurch Zeit- und Kostenersparnis. Im Projektverlauf hat sich dies als großer Gewinn für alle Beteiligten erwiesen.
Die Methodik und Expertise von CONSILIO hat sich ausgezahlt. COUNT+CARE hat dadurch nur ganz knapp die geplanten Budget- und Zeit-Vorgaben verpasst. Dafür konnte die Prozesseffizienz verbessert und die Datenqualität deutlich erhöht werden. Neben Echtzeit-Daten und damit schnelleren Abschlüssen/Bilanzen im Finance-Bereich profitieren die Darmstädter ebenfalls von einer erhöhten Transparenz im Leihgut-Handling. Das zentrale Stichwort ist hier Asset-Tracking. Mit der Entwicklung einer Abhol-App, welche Außendienstmitarbeiter in die Lage versetzt, bspw. Werkzeuge via Tablet reservieren zu können, wurden bisher analoge Tätigkeiten mittels Integration in PM/CS und EWM digitalisiert.
Im Nachgang des Brownfield-Projektes werden weitere Themen gemeinsam umgesetzt, die aufgrund des Projektfokus sowie -ansatzes für die Realisierung nach GoLive geplant wurden.