Mit dem Belegsplit (Belegaufteilung) lassen sich zusätzliche Bilanzen für Dimensionen wie Profit-Center oder Segmente abbilden. Die Saldo-null-Stellung stellt sicher, dass diese je Dimension ausgeglichen sind.
Mit dem Belegsplit, der auch Belegaufteilung bzw. Onlinebelegsplit genannt wird, ist es möglich, unterhalb des Buchungskreises zusätzliche Bilanzen für ausgewählte Dimensionen wie beispielsweise für Profit-Center und/oder Segmente abzubilden. Für diese zusätzlich bilanzierenden Dimensionen ist auch eine Saldo-null-Stellung möglich. Diese stellt sicher, dass die Bilanzen pro zusätzliche Dimension in Summe über alle Bilanzkonten hinweg wieder null ergeben.
Im Rahmen der Belegaufteilung wird zwischen aktives Split und passiven Split unterschieden.
Darunter versteht man, dass die Aufteilung der Buchung z.B. eine Rechnung nach Dimensionen wie Profitcentern oder Segmenten aktiv durch den Anwender erfasst wird und durch Customizing Einstellungen beeinflusst, werden kann.
Unter passives Split versteht man alle automatischen Prozesse, die durch den programminternen Ablauf bestimmt werden. Dabei wird die Aufteilung nicht mehr aktiv vorgenommen, sondern mit Bezug zum Vorgängerbeleg ermittelt bzw. es wird das Verhältnis der zusätzlichen Dimension zueinander aus dem Vorgängerbeleg in den Folgebeleg vererbt.
| Buchungsschlüssel | Konto | Dimension | Betrag |
| 31 | Verbindlichkeit | 1.000 | |
| 40 | Aufwand | Profit Center A | 300 |
| 40 | Aufwand | Profit Center B | 700 |
| Buchungsschlüssel | Konto | Dimension | Betrag |
| 31 | Verbindlichkeit | Profit Center A | 300 |
| 31 | Verbindlichkeit | Profit Center B | 700 |
| 40 | Aufwand | Profit Center A | 300 |
| 40 | Aufwand | Profit Center B | 700 |
| Buchungsschlüssel | Konto | Dimension | Betrag |
| 50 | Bank | 950 | |
| 25 | Verbindlichkeit | 1.000 | |
| 50 | Skontoertrag | 50 |
| Buchungsschlüssel | Konto | Dimension | Betrag |
| Bank | Profit Center A | 285 | |
| Bank | Profit Center B | 665 | |
| Verbindlichkeit | Profit Center A | 300 | |
| Verbindlichkeit | Profit Center B | 700 | |
| Skontoertrag | Profit Center A | 15 | |
| Skontoertrag | Profit Center B | 35 |
Damit die Belegaufteilung verwendet werden kann, muss die Funktion zunächst im Customizing konfiguriert bzw. aktiviert werden.
Der Customizing-Pfad dazu:
SPRO ➡️ Finanzwesen ➡️ Hauptbuchhaltung ➡️ Geschäftsvorfälle➡️ Belegaufteilung
Hier findet man alle relevanten Schritte zur Einrichtung der Belegaufteilung.
SAP bietet zusätzlich zur manuellen Konfiguration einen WIZARD an. Dieser führt durch das Customizing, macht Vorschläge, gibt aber auch die Möglichkeit, die Einträge zu ändern.
Stammdaten:
Damit die Belegaufteilung richtig funktioniert sind korrekt gepflegte bzw. angereicherte Stammdaten eine Grundvoraussetzung.
Typischen Stammdaten, in denen ein Profit-Center und/oder Segment hinterlegt werden muss, sind meistens die folgenden:
Mit SAP S/4HANA kann der Belegsplit auch nachträglich in einem bereits produktiv genutzten System eingeführt werden.
Es wird empfohlen, den Belegsplit zu Beginn des Geschäftsjahres zu aktivieren, da man damit über einen klar definierten Zeitpunkt verfügt, zu dem Änderungen am Reporting und der Buchungslogik stattfinden.
Die nachträgliche Aktivierung des Belegsplits bedeutet im Einzelnen:
Die Belegaufteilung ermöglicht eine detaillierte Bilanzierung nach zusätzlichen Dimensionen wie Profit-Centern oder Segmenten. Dadurch werden Buchungen transparent aufgeteilt und ein aussagekräftiges Reporting unterhalb des Buchungskreises unterstützt. Voraussetzung dafür sind eine sorgfältige Customizing-Einrichtung sowie korrekt gepflegte Stammdaten.