Bekannte Pain Points, überraschend smarte Lösung
Das Projektgeschäft ist komplex – die Beschaffung von Langläufern muss es nicht sein. Mit dem SAP-Projektsystem (PS) in S/4HANA steuern Sie kritische Komponenten ohne Doppelbestellungen ab sofort intelligent und stressfrei.
Strukturelle und zeitliche Entkopplung der Langläufer-Beschaffung vom eigentlichen Konstruktions- und Montageprozess innerhalb eines SAP-Projektsystems
Im Maschinen- und Anlagenbau ist das der alltägliche Ausnahmezustand. Sich entwickelnde Stücklistenstrukturen, permanente Änderungen und übermächtiger Termindruck bestimmen das Projektgeschäft. Wer hier Langläufer nicht perfekt timed, gefährdet die Lieferzeit – oder riskiert teure Doppelbestellungen durch mangelnde Abstimmung zwischen Konstruktion und Einkauf.
Die Lösung liegt oft näher als gedacht: Das SAP PS bietet in der Vorplanung ein echtes Insider-Feature. Eine verblüffend einfache Methode, die diesen logistischen Widerspruch elegant auflöst.

Um Lieferzeiten zu sichern, müssen bekannte Langläufer frühzeitig auf das Radar. Der theoretisch einfachste Weg: Langläufer direkt in den Baugruppenstücklisten markieren und über den Bezugsort dem Netzplanvorgang zur Vorabbeschaffung zuordnen. Die Praxis-Hürde: Diese Stücklisten befinden sich noch mitten in der Entwicklung und sind für den Einkauf blockiert.
Die manuelle Falle vermeiden: Als Workaround wählen viele Unternehmen die manuelle Zuordnung von Langläufern als Komponenten im Netzplanvorgang. Das birgt jedoch ein massives Fehlerrisiko: Sobald die finale Baugruppenstückliste freigegeben wird, entsteht eine gefährliche Dublette. Jetzt muss manuell entweder die Komponente im Netzplan oder der Langläufer in der Stückliste gelöscht werden – ein fehleranfälliger Prozess, der fast unweigerlich zu teuren Doppelbestellungen führt.
Die smarte Lösung im SAP-Projektsystem in S/4HANA: Im dynamischen Projektgeschäft des Maschinen- und Anlagenbaus müssen Planer bestellen, während die Stückliste im System noch reift. Genau hier schlägt die Stunde der SAP-Vorplanung. Diese oft unterschätzte Funktion löst den Widerspruch zwischen unfertiger Konstruktion und frühem Einkauf elegant auf – ganz ohne manuellen Pflegeaufwand.
Vorplanung auf Projekt- und Netzplanebene klingt in der Theorie logisch – doch wie sieht die Praxis aus? Vorplanbedarfe lassen sich direkt über Stücklistenstrukturen im SAP Project Builder erzeugen und fest an PSP-Elemente koppeln.
Das Geheimnis für den reibungslosen Ablauf liegt im Customizing des Materialstamms der Langläufer:
Die automatisierte Punktlandung: Sobald die finale Stückliste freigegeben und ins Projekt übernommen wird, passiert Folgendes: Die konkreten Reservierungen der Langläufer verrechnen sich innerhalb desselben PSP-Elements vollautomatisch mit dem Vorplanbedarf und reduzieren diesen. Das Ergebnis: perfektes Timing ohne das Risiko von Doppelbestellungen.
Die Steuerungszentrale im System: die SAP Fiori App „Project Builder“ zur flexiblen Pflege von Projekten, PSP-Elementen und Netzplänen in Echtzeit.
Wie behält man im System sauber den Überblick? Die Praxis-Lösung ist denkbar einfach: Der Einsatz von zwei maßgeschneiderten Netzplanprofilen trennt die Vorplanung optisch und logisch glasklar von den späteren, konkreten Stücklistenreservierungen.
Der Dummy-Stücklisten-Trick für maximale Effizienz: Um den manuellen Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren, fassen Sie zeitkritische Langläufer einfach in Dummy-Stücklisten zusammen. Über die standardisierte Stücklistenübernahme lassen sich diese Pakete mit wenigen Klicks direkt dem passenden Netzplanvorgang zuordnen. Das spart wertvolle Zeit im Projektstart und eliminiert Tippfehler im System.
Die integrierte Vorplanung im SAP-Projektsystem in S/4HANA löst eines der größten Dilemmata im Anlagenbau: Sie sichert die rechtzeitige Beschaffung kritischer Langläufer, eliminiert das Risiko teurer Doppelbestellungen und hält Ihre Lieferzeiten kurz.