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SAP Joule: Mehr als ein Copilot

09. September 2026

Mehr als ein Copilot: Wie SAP Joule zur Plattform für Geschäftsprozesse wird

SAP entwickelt Joule vom KI-Copiloten zu einer Plattform für rollenbasierte KI-Assistenten weiter. In Manufacturing und Supply Chain Management sollen diese künftig Analysen, Ausnahmen und Folgeprozesse enger miteinander verknüpfen.

Künstliche Intelligenz hat sich in den vergangenen Jahren von einer experimentellen Technologie zu einem festen Bestandteil moderner Unternehmenssoftware entwickelt. Generative KI-Assistenten wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Microsoft Copilot unterstützen Anwender heute bei der Informationssuche, der Erstellung von Inhalten und der Automatisierung wiederkehrender Aufgaben. Was zunächst mit allgemeinen KI-Assistenten begann, setzt sich inzwischen auch bei den großen Anbietern von Unternehmenssoftware fort. Der Schwerpunkt verlagert sich dabei zunehmend von der Beantwortung einzelner Fragen hin zu spezialisierten KI-Assistenten und KI-Agenten, die Anwender bei konkreten Aufgaben unterstützen und Geschäftsprozesse über Systemgrenzen hinweg begleiten.

Auch SAP folgt dieser Entwicklung mit seinem generativen KI-Assistenten Joule. Im Rahmen der Vision des Autonomous Enterprise entwickelt SAP seine KI-Architektur weiter. Mit der Autonomous Suite soll eine Ausführungsebene entstehen, in der spezialisierte KI-Assistenten verschiedene KI-Agenten orchestrieren und dadurch End-to-End-Geschäftsprozesse über System- und Anwendungsgrenzen hinweg unterstützen. Joule bildet dabei die zentrale Schnittstelle zwischen den Anwendern und dieser neuen KI-Architektur.

Die Architektur erstreckt sich über zahlreiche Unternehmensbereiche. SAP hat dafür spezialisierte KI-Assistenten für Finance, Procurement, Human Resources, Customer Experience, Supply Chain und Manufacturing angekündigt. Sie unterstützen jeweils bestimmte fachliche Rollen und koordinieren die für einen Geschäftsprozess benötigten KI-Agenten.

Der folgende Beitrag erläutert zunächst Joules Rolle innerhalb der SAP-KI-Strategie sowie das Zusammenspiel von KI-Assistenten und KI-Agenten. Anschließend werden die angekündigten Neuerungen für Manufacturing und Supply Chain Management vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Joule vom KI-Copiloten zu einer Plattform für rollenbasierte KI-Assistenten und spezialisierte KI-Agenten entwickelt. Für Manufacturing und Supply Chain Management bedeutet dieser Wandel vor allem, dass operative Analysen, Ausnahmen und Folgeprozesse künftig stärker prozessübergreifend koordiniert werden können.

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Joule als Einstiegspunkt für SAP Business AI

Joule ist die zentrale KI-Lösung von SAP und der Einstiegspunkt für KI-gestützte Interaktionen innerhalb der SAP Business Suite. Für Anwender erscheint Joule vor allem als KI-Copilot, über den sie Informationen abrufen oder Aufgaben in natürlicher Sprache anstoßen können. Gleichzeitig bildet Joule die Schnittstelle zu spezialisierten KI-Assistenten und entwickelt sich mit Funktionen wie Joule Studio und dem Agent Builder zunehmend zu einer Plattform für unternehmensspezifische KI-Anwendungen.

Im Arbeitsalltag begegnet der Anwender Joule in erster Linie als Chat- oder Dialogoberfläche. Statt Informationen über verschiedene Anwendungen und Menüs hinweg zu suchen, kann er Fragen in natürlicher Sprache stellen oder Aufgaben direkt aus dem jeweiligen Geschäftsprozess heraus anstoßen. Joule berücksichtigt den geschäftlichen Kontext, greift auf Unternehmensdaten zu und liefert passende Informationen oder unterstützt bei der Ausführung von Prozessen.

Integration von Joule (Quelle: SAP)

Im Unterschied zu allgemeinen KI-Assistenten ist Joule direkt in die SAP-Anwendungslandschaft integriert. Dadurch kann der KI-Copilot auf Geschäftsprozesse und Unternehmensdaten aus Lösungen wie SAP S/4HANA, SAP Digital Manufacturing, SAP EWM oder SAP IBP zugreifen. Sind weitere Unternehmensanwendungen angebunden, lassen sich auch Informationen aus Drittsystemen einbeziehen. Die Antworten basieren damit nicht nur auf dem Inhalt einer einzelnen Anwendung, sondern auf dem jeweiligen Prozesskontext.

Ein weiterer Unterschied zu frei verfügbaren KI-Lösungen besteht darin, dass Joule für den Einsatz in Unternehmensumgebungen entwickelt wurde. Rollenspezifische Berechtigungen, Datenschutz und Compliance-Anforderungen sind Bestandteil der Lösung. Zudem verfügt Joule über ein vor trainiertes Verständnis von SAP-Geschäftsprozessen und kann Informationen dadurch fachlich einordnen und im jeweiligen Geschäftskontext bereitstellen.

Tom Wloch

Die Entwicklung von Joule über die SAP Autonomous Suite bis hin zu kundenspezifischen Erweiterungen mit Joule Studio verändert den Zugang zu SAP-Prozessen. Anwender sollen künftig weniger einzelne Transaktionen bedienen und stärker mit Geschäftszielen, Ausnahmen und Ergebnissen arbeiten.

Tom Wloch, Senior Consultant CONSILIO GmbH Experten kontaktieren

KI-Copilot, KI-Agent und KI-Assistent: Die Unterschiede

Mit den auf der SAP Sapphire 2026 angekündigten Neuerungen erweitert SAP den Funktionsumfang von Joule deutlich. Der KI-Copilot dient künftig als zentraler Einstiegspunkt für spezialisierte AI Assistants. Diese koordinieren wiederum verschiedene KI-Agenten, um komplexe Aufgaben über mehrere Geschäftsprozesse hinweg zu bearbeiten. Gleichzeitig öffnet SAP die Plattform mit Joule Studio und dem Agent Builder für die Entwicklung eigener KI-Agenten und unternehmensspezifischer KI-Anwendungen.

Der KI-Copilot: Antworten und Aktionen auf Zuruf

Der KI-Copilot bildet die Schnittstelle zwischen Anwender und Künstlicher Intelligenz. In der Regel tritt er als Chat- oder Dialogoberfläche innerhalb einer Anwendung auf und ermöglicht es, Informationen abzurufen oder Aktionen auszulösen. Anstatt Menüs zu durchsuchen oder Transaktionen manuell auszuführen, beschreibt der Anwender sein Anliegen in eigenen Worten. Der Copilot interpretiert die Eingabe, greift auf ein Large Language Model (LLM) und weitere KI-Dienste zu und verbindet diese mit Unternehmensdaten und den Funktionen der jeweiligen Geschäftsanwendung.

Im SAP-Umfeld übernimmt Joule diese Rolle. Die Lösung bildet die Benutzerschnittstelle zwischen dem Anwender und den im Hintergrund arbeitenden KI-Assistenten und KI-Agenten. Da Joule direkt in die SAP-Anwendungen eingebunden ist, können Anwender Informationen per natürlicher Sprache abfragen oder Aufgaben unmittelbar aus ihrem Arbeitsprozess heraus anstoßen.

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Der entscheidende Unterschied zu einem KI-Agenten liegt in der Arbeitsweise: Ein Copilot reagiert auf die Anweisung des Anwenders und stellt Informationen, Empfehlungen oder Ergebnisse bereit. Über deren weitere Verwendung entscheidet in der Regel der Mensch. Ein KI-Agent verfolgt dagegen eigenständig ein definiertes Ziel, plant die erforderlichen Schritte und kann Aufgaben innerhalb eines Geschäftsprozesses selbstständig ausführen. Der Copilot bildet somit die Schnittstelle zwischen Mensch und KI, während Agenten eigenständig im Hintergrund agieren.

Der KI-Agent: Eigenständige Aufgabenbearbeitung im Prozess

Wer heute von KI-Agenten spricht, meint mehr als einen Chatbot, der Fragen beantwortet oder Texte erstellt. Ein KI-Agent ist eine softwarebasierte Komponente, die ein KI-Modell mit Prozesswissen, Datenzugriffen und definierten Aktionen verbindet. Dadurch kann sie Aufgaben innerhalb eines bestimmten Geschäftsprozesses eigenständig analysieren, planen und bearbeiten.

Ein KI-Agent erhält ein Ziel und entscheidet, wie dieses erreicht werden kann. Dazu analysiert er die Ausgangssituation, greift auf verfügbare Daten und Anwendungen zu, bewertet Zwischenergebnisse und passt sein Vorgehen an veränderte Rahmenbedingungen an. Die einzelnen Arbeitsschritte müssen dabei nicht vollständig vorgegeben werden.

KI-Agenten (Quelle: SAP)

Der Grad der Eigenständigkeit kann allerdings unterschiedlich ausfallen. Einfache Agenten reagieren auf fest definierte Ereignisse oder Regeln. Andere beziehen zusätzliche Informationen ein, berücksichtigen frühere Ergebnisse oder planen mehrere Handlungsschritte im Voraus. Leistungsfähigere Agenten verfolgen ein übergeordnetes Ziel und koordinieren verschiedene Teilaufgaben, um dieses möglichst effizient zu erreichen. Je nach Einsatzgebiet kommen daher unterschiedliche Agententypen zum Einsatz.

Im SAP-Umfeld ist der Zugriff auf den richtigen Geschäftskontext entscheidend. Mithilfe des SAP Knowledge Graph und der SAP Business Data Cloud können KI-Agenten Zusammenhänge zwischen Daten und Geschäftsprozessen herstellen und dadurch zuverlässiger mit Geschäftsanwendungen interagieren. Sie arbeiten nicht losgelöst von den Abläufen eines Unternehmens, sondern berücksichtigen Stammdaten, Transaktionsdaten und Prozesslogiken.

Gerade in der Fertigung, in der Planung, Produktion und Qualitätssicherung eng miteinander verzahnt sind, entstehen dadurch neue Möglichkeiten. Ein Agent kann Informationen aus verschiedenen Systemen zusammenführen, Auffälligkeiten erkennen oder nachgelagerte Prozesse anstoßen. Die fachliche Verantwortung bleibt beim Menschen, während wiederkehrende Aufgaben und Routineabläufe zunehmend automatisiert werden können.

Der KI-Assistent: Koordination entlang einer fachlichen Rolle

Mit den neuen KI-Assistenten erweitert SAP das bisherige Konzept von Joule um eine zusätzliche Ebene. Während ein einzelner KI-Agent eine klar definierte Aufgabe oder einen bestimmten Prozessschritt übernimmt, begleiten KI-Assistenten Anwender durch umfassendere Geschäftsprozesse. Sie verfügen über einen rollenbezogenen Kontext und koordinieren im Hintergrund mehrere spezialisierte KI-Agenten.

Der Schwerpunkt liegt damit weniger auf einzelnen Aktionen als auf der Steuerung eines gesamten Arbeitsablaufs. Abhängig von Rolle und Situation können KI-Assistenten relevante Informationen zusammenführen, den nächsten sinnvollen Schritt ableiten, geeignete Agenten einbinden und deren Ergebnisse konsolidieren. Für den Anwender entsteht so ein zentraler Ansprechpartner, der ihn durch den jeweiligen Geschäftsprozess begleitet, anstatt nur einzelne Anfragen zu beantworten.

Quelle: Interface von Joule Assistenten | SAP

SAP plant, rollenbasierte KI-Assistenten schrittweise für zentrale Unternehmensbereiche wie Finanzen, Beschaffung, Personalwesen und Supply Chain Management bereitzustellen. Grundlage dafür sind der fachliche Kontext der jeweiligen Rolle sowie Unternehmensdaten und Geschäftsprozesse. Mitarbeitende sollen dadurch schneller fundierte Entscheidungen treffen und komplexe Abläufe mit Unterstützung mehrerer spezialisierter KI-Agenten steuern können.

Joule, Assistent und Agent am Beispiel einer Produktionsabweichung

Ein Praxisbeispiel verdeutlicht das Zusammenspiel der drei Ebenen: Ein Produktionsleiter möchte wissen, warum eine Fertigungslinie ihre geplante Stückzahl nicht erreicht hat. Er stellt die Frage direkt an Joule.

Der KI-Copilot erkennt, dass der Manufacturing Assistant zuständig ist, und leitet die Anfrage weiter. Dieser zerlegt die Fragestellung in Teilaufgaben und beauftragt die passenden KI-Agenten. Sie analysieren beispielsweise Produktionsdaten, Qualitätsmeldungen oder Wartungsinformationen und geben ihre Ergebnisse an den Assistenten zurück.

Der Manufacturing Assistant führt die Informationen zusammen und bereitet sie für den Anwender auf. Joule präsentiert anschließend eine verständliche Antwort mit den ermittelten Ursachen und möglichen Handlungsempfehlungen. Das Zusammenspiel der Ebenen wird dadurch deutlich: Joule dient als zentrale Schnittstelle zum Anwender, der KI-Assistent koordiniert den Ablauf und die KI-Agenten übernehmen die Analyse der einzelnen Aufgaben.

Nachdem dieses Zusammenspiel erläutert ist, lässt sich der mögliche Nutzen besonders gut im Supply Chain Management nachvollziehen. Dort treffen Planung, Fertigung, Logistik und Partnernetzwerke unmittelbar aufeinander. Die Koordination spezialisierter Assistenten und Agenten kann deshalb insbesondere bei bereichsübergreifenden Ausnahmen relevant werden.

KI-Unterstützung entlang der gesamten Supply Chain

Mit dem Autonomous Supply Chain Management verfolgt SAP das Ziel, die Lieferkette stärker zu automatisieren und Entscheidungen dort zu unterstützen, wo sie entstehen. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne KI-Funktionen, sondern das Zusammenspiel spezialisierter Joule Assistants, KI-Agenten und bestehender Geschäftsprozesse.

Mitarbeitende bleiben für strategische Entscheidungen verantwortlich, während KI-Assistenten zeitkritische Analysen, wiederkehrende Aufgaben und komplexe Prozessabläufe koordinieren. Dadurch sollen Störungen früher erkannt, Entscheidungen beschleunigt und Abläufe über Anwendungsgrenzen hinweg besser aufeinander abgestimmt werden.

Der mögliche Mehrwert entsteht vor allem durch die Verbindung von Prozesswissen, Echtzeitdaten und automatisierter Koordination. Die Assistenten ersetzen dabei nicht die fachliche Verantwortung. Sie können jedoch manuelle Abstimmungen reduzieren und Entscheidungen in Situationen beschleunigen, in denen mehrere Bereiche gleichzeitig betroffen sind.

Die Joule Assistants für die Supply Chain

Für unterschiedliche Bereiche der Supply Chain stellt SAP spezialisierte Joule Assistants bereit, die jeweils auf einen fachlichen Anwendungsbereich ausgerichtet sind:

  • Product Design Assistant: unterstützt Entwicklungs- und Konstruktionsteams bei Produktänderungen, Compliance-Anforderungen und der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit.
  • Planning Assistant: analysiert Bedarfe, Bestände und Planungsausnahmen, erkennt mögliche Engpässe und unterstützt bei der Absatz- und Produktionsplanung.
  • Manufacturing Assistant: koordiniert KI-Agenten innerhalb der Fertigung, verbindet Shopfloor-Daten mit dem operativen Geschäftskontext und unterstützt Produktionsverantwortliche bei Ursachenanalysen und Entscheidungen.
  • Asset and Service Assistant: erkennt Wartungsbedarfe, priorisiert Instandhaltungsmaßnahmen und koordiniert Service- und Wartungsprozesse über Anlagen und Standorte hinweg.
  • Logistics Assistant: unterstützt Lager- und Transportprozesse, koordiniert logistische Abläufe und hilft dabei, Materialflüsse auch bei kurzfristigen Änderungen aufrechtzuerhalten.
  • Business Network Assistant: verbessert die Zusammenarbeit mit Lieferanten, Logistikdienstleistern und weiteren Geschäftspartnern, um Prozesse über Unternehmensgrenzen hinweg zu steuern.

Die Rolle des Menschen in der autonomen Supply Chain

Mit den Joule Assistants verfolgt SAP die Vision einer zunehmend autonomen Supply Chain. Die Rolle des Menschen entfällt dabei nicht, sondern verändert sich. Ziele und Prioritäten werden weiterhin von den Fachbereichen vorgegeben. Die KI-Assistenten koordinieren bereichsübergreifende Abläufe, während spezialisierte KI-Agenten einzelne Aufgaben innerhalb definierter Geschäftsprozesse übernehmen. 

Die fachliche Verantwortung bleibt damit beim Menschen. Die Mitarbeiter müssen Ergebnisse einordnen, Entscheidungen bewerten und bei kritischen Situationen eingreifen können. Der mögliche Vorteil liegt weniger darin, menschliche Entscheidungen vollständig zu ersetzen, sondern darin, manuelle Abstimmungen und wiederkehrende Analysen zu reduzieren. So kann mehr Zeit für Aufgaben entstehen, bei denen Erfahrung, Abwägung und strategisches Denken erforderlich sind.

Hinweis: SAP plant die allgemeine Verfügbarkeit des Manufacturing Assistant für das zweite Quartal 2026. Der Asset and Service Assistant sowie der Logistics Assistant sollen im dritten Quartal 2026 folgen. Für den Product Design Assistant, den Planning Assistant und den Business Network Assistant nennt SAP das vierte Quartal 2026.

Ausblick: Wohin entwickelt sich SAP Business AI?

Die auf der SAP Sapphire 2026 vorgestellten Neuerungen zeigen, in welche Richtung sich SAP Business AI entwickeln soll. Im Mittelpunkt steht die Vision des Autonomous Enterprise. Unternehmenssoftware soll künftig nicht mehr nur Geschäftsprozesse dokumentieren und unterstützen, sondern operative Aufgaben zunehmend selbstständig ausführen.

Voraussetzung dafür ist, dass Künstliche Intelligenz den Anforderungen geschäftskritischer Prozesse gerecht wird. Wie SAP-CEO Christian Klein betont, reichen 80 Prozent Genauigkeit im Unternehmensumfeld nicht aus. KI muss verlässlich, sicher, regelkonform und nachvollziehbar arbeiten.

Mit Joule, den neuen AI Assistants und spezialisierten AI Agents schafft SAP dafür eine technologische Grundlage. Gleichzeitig öffnet das Unternehmen seine KI-Plattform weiter. Über Joule Studio und den Agent Builder lassen sich eigene KI-Agenten entwickeln, die in bestehende SAP-Prozesse integriert und an individuelle Geschäftsanforderungen angepasst werden können. Joule entwickelt sich damit vom generativen KI-Copiloten zu einer Plattform für unternehmensspezifische KI-Anwendungen.

Auch im Supply Chain Management wird dieser Wandel schrittweise erfolgen. Nicht jeder Prozess wird von heute auf morgen autonom ablaufen. KI wird vor allem dort unterstützen, wo sie einen konkreten Mehrwert bieten kann – etwa bei der Analyse großer Datenmengen, der Automatisierung wiederkehrender Aufgaben oder der Koordination komplexer Abläufe.

Joule markiert damit einen Wandel in der Interaktion mit Unternehmenssoftware. Statt Funktionen einzelner Anwendungen zu bedienen, rücken Ziele und Geschäftsprozesse stärker in den Mittelpunkt. Für die Fachbereiche kann das weniger Zeit für die manuelle Überwachung operativer Prozesse und mehr Raum für strategische Entscheidungen bedeuten. Die Richtung ist klar: SAP entwickelt Business AI von einem unterstützenden Werkzeug zu einem integralen Bestandteil zunehmend autonomer Geschäftsprozesse weiter.