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Teilverbrauch & COGI-Splitting

20. Oktober 2025

Mehr Flexibilität und Transparenz in der Fertigung: Teilverbrauch & COGI-Splitting

Fehlbuchungen und Materialengpässe gehören zu den größten Zeitfressern im Fertigungsalltag. Ist am Platz nicht genug Material für die Fertigung, war bis jetzt die manuelle Nachbearbeitung unvermeidbar. Mit der neuen Funktion „Teilverbrauch und COGI-Splitting“ der SAP wird das Problem effizient gelöst.

Produktionsleiter und Mitarbeitende kennen das Problem: Bei der Rückmeldung von Fertigungsaufträgen ist oft nicht genug Material auf dem Lagerplatz vorhanden. Die Folge? Manuelle Nacharbeiten, aufwendige Korrekturen im System und unnötige Verzögerungen im Produktionsprozess.

Ein typisches Praxisbeispiel

Stellen Sie sich vor, Sie möchten für einen Fertigungsauftrag 7 Stück eines Bauteils verbrauchen. Im System sind aber aufgrund einer Bestandsabweichung nur 4 Stück verfügbar. Bisher bedeutete das: Die Rückmeldung schlägt fehl oder es wird eine Fehlbuchung erzeugt, die anschließend manuell mit der Transaktion COGI (Fehlbuchungsmonitor) nachbearbeitet werden muss. Gerade in Schichtbetrieben oder bei hoher Auslastung ist das ein ständiges Ärgernis – und kostet wertvolle Zeit.

Die Lösung: Teilverbrauch und automatisches COGI-Splitting

Mit dem Release im Oktober 2025 stellt die SAP die neue Funktion „Teilverbrauch und COGI-Splitting“ zur Verfügung, die den Prozess deutlich effizienter gestaltet:

  • Automatischer Teilverbrauch: Bei der Rückmeldung wird die tatsächlich verfügbare Menge automatisch verbraucht (Warenausgang gebucht).
  • COGI-Splitting: Die fehlende Menge wird direkt als COGI-Eintrag (Fehlbuchung) im System angelegt – ganz ohne manuelle Nacharbeit.
  • Nachbearbeitung vereinfacht: Auch bei der Nachbearbeitung von COGI-Einträgen greift die Funktion und sorgt für eine lückenlose Dokumentation.

2. Beispiel aus der Praxis

Es besteht bereits ein COGI-Eintrag mit 5 Stück, es werden 3 Stück aus dem Lager nachgeliefert. Das System verbucht automatisch die 3 verfügbaren Stück und legt für die fehlenden 2 Stück einen neuen COGI-Eintrag an. Sie müssen nicht mehr händisch eingreifen – das spart Zeit und Nerven.

Vorteile für Produktion und Mitarbeitende

  • Weniger manuelle Nacharbeit: Fehlbuchungen werden automatisch erkannt und verarbeitet.
  • Erhöhte Transparenz: Materialverbräuche und Engpässe sind jederzeit nachvollziehbar.
  • Schnellere Reaktion: Engpässe werden sofort sichtbar, sodass direkt gegengesteuert werden kann.
  • Nahtlose Integration: Die Funktion ist einfach über das Fertigungssteuerungsprofil aktivierbar und fügt sich optimal in bestehende Prozesse ein.
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Fazit

Mit Teilverbrauch und COGI-Splitting machen Sie Ihre Fertigung nicht nur effizienter, sondern auch resilienter gegenüber Materialengpässen. Die neue Funktion reduziert den manuellen Aufwand, erhöht die Transparenz und sorgt für einen reibungslosen Produktionsablauf – Tag für Tag.

Sie möchten mehr erfahren oder die Funktion in Ihrer Produktion einsetzen?
Das Logistik-Integrationsteam der CONSILIO GmbH steht Ihnen gerne für Fragen und individuelle Beratung zur Verfügung.

Sebastian Keilhacker, Senior Managing Consultant, CONSILIO GmbH CONSILIO GmbH Kostenfreien expert talk vereinbaren

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