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Chargen-
verwaltung
mit LGM

29. Juni 2026

Chargenverwaltung mit SAP Logistics Management: Mehr Transparenz und Qualität in der Supply Chain

Steigende regulatorische Anforderungen, zunehmende Produktkomplexität und globale Lieferketten machen eine lückenlose Rückverfolgbarkeit zum entscheidender Erfolgsfaktor. Genau hier setzt die Chargenverwaltung in SAP Logistics Management an.

Unternehmen stehen heute mehr denn je vor einer zentralen Herausforderung: Produkte müssen jederzeit eindeutig rückverfolgbar sein. Was früher vor allem in stark regulierten Branchen wie Pharma, Chemie oder Lebensmittel im Fokus stand, wird heute branchenübergreifend immer wichtiger.

Genau hier setzt die Chargenverwaltung an – und mit SAP Logistics Management (LGM) rückt diese Funktionalität zunehmend auch in modernen, cloudbasierten Logistikprozessen in den Mittelpunkt.

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Was bedeutet Chargenverwaltung?

Eine Charge bezeichnet eine eindeutig abgrenzbare Menge eines Materials oder Produkts, die unter gleichen oder vergleichbaren Bedingungen hergestellt, beschafft oder verarbeitet wurde. Typische Merkmale einer Charge sind zum Beispiel das Herstellungsdatum, das Mindesthaltbarkeitsdatum, der Lieferant, die Herkunft oder bestimmte Qualitätsmerkmale.

Die Chargenverwaltung sorgt dafür, dass diese Informationen systemseitig erfasst, verwaltet und über logistische Prozesse hinweg nachverfolgt werden können. Unternehmen erhalten dadurch Transparenz darüber, welche Charge wann, wo und in welchem Prozessschritt verwendet, gelagert oder ausgeliefert wurde.

Das ist besonders wichtig, wenn Produkte qualitätsrelevant sind, gesetzlichen Nachweispflichten unterliegen oder im Fall einer Reklamation beziehungsweise eines Rückrufs schnell identifiziert werden müssen.

Chargenverwaltung in SAP Logistics Management

SAP Logistics Management (LGM) | Chargenverwaltung im Wareneingang | Demo
SAP Logistics Management (LGM) | Chargenverwaltung im Warenausgang | Demo

Mit SAP Logistics Management wird die Chargenverwaltung in eine moderne, cloudnative Logistiklösung eingebettet. Der Fokus liegt darauf, chargengeführte Produkte entlang zentraler Lager- und Versandprozesse transparent abzubilden – vom Wareneingang über die Lagerung bis hin zum Warenausgang.

 

Dabei steht nicht nur die reine Bestandsführung im Vordergrund. Entscheidend ist die durchgängige Verfügbarkeit chargenrelevanter Informationen im operativen Lagerprozess. So können Unternehmen besser nachvollziehen, welche Charge sich an welchem Lagerplatz befindet, welche Mengen verfügbar sind und wie chargenpflichtige Produkte im Rahmen der logistischen Abwicklung bewegt werden.

Getzner Werkstoffe Logo

Auch in einem Multi-Vendor-Projekt hat sich gezeigt, dass CONSILIO Lösungen anbietet und implementiert, die zum gemeinsamen Erfolg führen.

Ernst Krug, SAP Demand & Project Manager Getzner Werkstoffe GmbH Zur Referenz

Mehr Transparenz vom Wareneingang bis zum Versand

Die Chargenverwaltung in SAP Logistics Management unterstützt insbesondere dort, wo chargenrelevante Informationen im Lageralltag benötigt werden:

  • Wareneingang:
    Bereits beim Eingang von Waren können chargenspezifische Informationen wie Charge, Herkunft, Produktionsdatum oder Mindesthaltbarkeitsdatum eine wichtige Rolle spielen. Diese Daten bilden die Grundlage für eine saubere Bestandsführung und spätere Rückverfolgbarkeit.
  • Lagerprozesse:
    Chargengeführte Bestände können differenziert betrachtet und verwaltet werden. Dadurch wird sichtbar, welche Charge sich an welchem Lagerplatz befindet und welche Mengen für Folgeprozesse zur Verfügung stehen.
  • Kommissionierung und Warenausgang:
    Auch im Versand ist die korrekte Zuordnung von Chargen entscheidend. Nur wenn nachvollziehbar ist, welche Charge an welchen Kunden oder Empfänger ausgeliefert wurde, kann im Fall einer Reklamation oder eines Rückrufs schnell und gezielt reagiert werden.
  • Qualität und Compliance:
    Chargeninformationen unterstützen Unternehmen dabei, Qualitätsanforderungen einzuhalten und regulatorische Nachweise zu erbringen. Besonders bei sensiblen Produkten ist diese Transparenz ein entscheidender Baustein für sichere und verlässliche Prozesse.

Das Ergebnis ist eine deutlich bessere Sicht auf chargengeführte Produkte innerhalb der logistischen Abwicklung – vom Wareneingang bis zum ausgelieferten Produkt.

Aktueller Stand in SAP Logistics Management

Seit Ende Mai steht die erste Ausprägung der Chargenverwaltung in SAP Logistics Management zur Verfügung. Damit können bereits grundlegende Prozesse rund um Wareneingang und Warenausgang inklusive An- und Auslieferungsbelegen abgebildet werden.

Wie bei vielen cloudnativen SaaS-Lösungen erfolgt die Weiterentwicklung iterativ. Neue Funktionen werden schrittweise bereitgestellt und kontinuierlich ausgebaut. Dadurch stehen erste Funktionalitäten früh zur Verfügung, während weitere End-to-End-Szenarien sukzessive ergänzt werden.

Aktuell sind unter anderem folgende Punkte zu beachten:

  • Die Chargenverteilung muss vor der Anlieferungsverteilung an SAP Logistics Management erfolgen.
  • Die Chargenerstellung erfolgt derzeit ausschließlich im ERP-System.
  • Die Chargenfindung im Versand ist aktuell nur im ERP möglich.

Diese Einschränkungen zeigen: Die Chargenverwaltung in SAP Logistics Management befindet sich noch im Ausbau. Gleichzeitig ist die Richtung klar erkennbar: SAP erweitert die Lösung kontinuierlich, um logistische Kernprozesse zunehmend umfassender in einer modernen Cloud-Architektur abzubilden.

Warum Unternehmen das Thema jetzt beobachten sollten

Für Unternehmen mit chargengeführten Produkten ist SAP Logistics Management besonders spannend, weil sich klassische Logistikprozesse mit einer cloudnativen Lösung verbinden lassen. Gerade Organisationen, die ihre Lager- und Versandprozesse modernisieren möchten, sollten früh prüfen, welche bestehenden Anforderungen bereits heute abgebildet werden können und welche Funktionen in kommenden Ausbaustufen relevant werden.

Wichtig ist dabei eine realistische Einordnung: SAP Logistics Management bietet bereits erste Möglichkeiten zur Abbildung chargengeführter Prozesse, ersetzt aber aktuell noch nicht in jedem Szenario komplexe, vollständig ausgeprägte Chargenlogiken aus bestehenden ERP- oder erweiterten Warehouse-Management-Umgebungen.

Fazit

Chargenverwaltung ist ein zentraler Baustein für Transparenz, Qualität und Rückverfolgbarkeit in der Supply Chain. Mit SAP Logistics Management wird dieses Thema zunehmend in moderne, cloudbasierte Logistikprozesse integriert.

Der aktuelle Funktionsumfang bildet bereits wichtige Grundlagen für chargengeführte Wareneingangs- und Warenausgangsprozesse ab. Gleichzeitig entwickelt SAP die Lösung dynamisch weiter und priorisiert dabei gezielt Kundenanforderungen.

Für Unternehmen lohnt es sich daher, die Entwicklung frühzeitig zu verfolgen und konkrete Einsatzszenarien zu prüfen. Besonders spannend bleibt, wie schnell weitere End-to-End-Funktionalitäten in Richtung durchgängiger Chargenlogik folgen.

Wer Chargen transparent steuert, schafft nicht nur Rückverfolgbarkeit, sondern legt die Grundlage für schnellere Entscheidungen, höhere Qualität und mehr Vertrauen entlang der gesamten Supply Chain.

Sebastian Keilhacker, Senior Managing Consultant CONSILIO GmbH Kostenfreien Expert Talk vereinbaren