CONSILIO hat in den letzten Jahren bei Kunden aus verschiedenen Branchen SAP IBP implementiert. Seither arbeiten die Planer routiniert und die Prozesse laufen stabil. Plötzlich zieht die SAP den Begriff HPA (Harmonized Planning Area) aus dem Köcher und viele Kunden fragen sich: Wird mein System bald „alt“? Muss ich schon wieder migrieren? War die ganze Arbeit umsonst?
Diese Sorgen adressiert dieser Blogbeitrag. Sieben Antworten auf die wichtigsten Fragen der Kunden aus Gesprächen – ehrlich, praxisnah und ohne Schönfärberei.
Die HPA ist der neue „Einheits-Planungsbereich“ von SAP IBP. Früher gab es zwei getrennte Welten:
Die HPA fusioniert beide Welten in einen Planungsbereich mit einheitlichem Datenmodell, einheitlichen Stammdaten und vermeidet dadurch Brüche zwischen den unterschiedlichen Prozessen.
Das lässt sich mit einem klaren „Nein“ beantworten. Stand heute gibt es keinen Migrationszwang seitens der SAP. Die klassischen Planungsbereiche laufen weiterhin wie gewohnt, erhalten Updates und werden von SAP voll unterstützt. Die Walldorfer empfehlen die HPA derzeit vor allem für Neukunden und zukünftige IBP-Projekte.
Für Bestandskunden ist eine Migration noch aufwändig, da sie zum jetzigen Zeitpunkt manuell erfolgen muss. Grund: Es gibt zwischen Alt und Neu strukturelle Unterschiede bei Kennzahlen, Stammdaten und Planungsstrukturen.
SAP hat jedoch angekündigt, ab Mitte 2026 Migrations-Tools zur Verfügung zu stellen, die den Umstieg stark vereinfachen und teilweise automatisieren sollen. Bis diese Tools verfügbar und erprobt sind, rät CONSILIO von einer Migration aus Kosten-Nutzen-Gründen ab.
Die wichtigsten Vorteile für Unternehmen, die IBP mit HPA nutzen:
Auch hier ein klares „Nein“. Wer bereits IBP nutzt, kann auf die HPA wechseln, ohne zusätzliche Lizenzkosten. Es handelt sich um denselben Produktumfang, lediglich mit einer modernisierten technischen Basis.
Wie bereits weiter oben erwähnt liegt der optimale Zeitpunkt voraussichtlich im Q3/Q4 2026, sobald die offiziellen Migrations-Tools stabil verfügbar sind.
Ein früherer Wechsel lohnt sich nur, wenn ein Unternehmen konkrete neue Funktionen braucht, die nur oder deutlich besser in der HPA verfügbar sind. Dazu gehören unter anderem folgende Anforderungen:
Kurz- bis mittelfristig sind keine schlimmen Auswirkungen bekannt. Das aktuelle IBP-System bleibt voll funktionsfähig und wird mit allen Neuerungen von SAP versorgt. Langfristig (2028 und darüber hinaus) wird die HPA jedoch wahrscheinlich der strategische Standard von SAP sein. Wer zu lange wartet, kann gegebenenfalls neue Funktionalitäten nur für die HPA nicht nutzen und sieht sich kurzfristig genötigt, eine Migration durchzuführen.
Die HPA ist eine sinnvolle und wichtige Weiterentwicklung von SAP IBP. Sie macht das System einfacher, transparenter und zukunftssicherer. Für die meisten Bestandskunden gilt jedoch aktuell: Weiter mit dem bewährten System arbeiten und die HPA parallel evaluieren. Sobald die Migrations-Tools verfügbar sind, kann man eine fundierte und risikoarme Entscheidung treffen.